EPHEMERIS

GESUNDHEITSFORUM

Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

Ursache für einen Herzinfarkt ist die sog. „koronare Herzkrankheit“, eine Verengung der Blutgefäße des Herzens. Aufgrund dieser Verengung kommt es zu einer Verschlechterung der Durchblutung des Herzmuskels. Der Muskel erhält dadurch nicht mehr ausreichend Sauerstoff für seine Arbeit, was sich besonders bei körperlicher Belastung, die zu einem erhöhten Sauerstoffbedarf im Muskel führt, auswirkt.  Ursächlich für die Verengung der Blutgefäße ist die sog. Arteriosklerose. Sie beschreibt einen über Jahrzehnte ablaufenden Prozess der Gefäßverengung. Bildet sich nun in einem verengten Gefäß ein Blutgerinnsel, wird das Gefäß komplett verschlossen und es entsteht ein Herzinfarkt. Der Herzmuskel wird an dieser Stelle nicht mehr durchblutet und stirbt ab. Dieser Prozess führt dann zu den bekannten Symptomen mit Brustschmerzen, teilweise mit Ausstrahlung in den linken Arm, den Hals oder den Oberbauch. In ca. 50% der Fälle können solche Ereignisse aber auch komplett ohne Beschwerden ablaufen.    

Die Hauptrisikofaktoren für die Entstehung der koronaren Herzkrankheit sind:

  1. Hoher Blutdruck
  2. LDL-Cholesterinerhöhung
  3. Rauchen
  4. Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  5. Familiäre Belastung
  6. Alter

Außerdem bestehen noch weitere Risikofaktoren wie z.B.

  1. Übergewicht
  2. Bewegungsmangel
  3. Fettreiche Ernährung
  4. Familiäre Fettstoffwechselstörungen
  5. Nierenfunktionsstörungen

Um das Risiko zu senken an der Erkrankung zu versterben, ist es entscheidend, dass man die eigenen Risikofaktoren kennt, kontrolliert und eine bestmögliche medikamentöse Therapie bekommt.

Wenn Sie an einer koronaren Herzerkrankung leiden oder sogar schon einen Herzinfarkt hatten, steht Ihnen hier ein Patiententagebuch zur Verfügung, in das Sie die entscheidenden Werte wie Blutdruck, Blutzucker, Zigarettenkonsum, Cholesterinwerte, Körpergewicht und Bewegung eintragen können. Die Werte werden Ihnen dann in einem Diagramm angezeigt und Sie lernen, die Werte besser einzuschätzen und sehen Tendenzen und Trends. Bei einer schlechten Einstellung der Erkrankung können sie reagieren und mit Ihrem Arzt eine Therapieoptimierung besprechen.