EPHEMERIS

GESUNDHEITSFORUM

Rauchen

Das Rauchen von Zigaretten führt durch das enthaltene Nikotin zu einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit. Zusätzlich zum Nikotin enthält der Rauch einer Zigarette viele verschiedene Schadstoffe von denen bis zu 70 als krebserregend eingestuft werden.

Das Nikotin und die Schadstoffe werden in die Lunge inhaliert und dann über das Blut im Körper verteilt. Die Lunge wird dabei am stärksten belastet, indem die Selbstreinigungskraft gelähmt und das Zusammenspiel von lungenbeschützenden und lungenzerstörenden Enzymen gestört wird. Diese Prozesse führen zunächst zum Raucherhusten und im weiteren Verlauf zu chronischen Erkrankungen der Lunge, wie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Das entstehen bösartiger Neubildungen wie Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Blasenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Mund-, Zungen-, und Lippenkrebs wird durch den Kontakt mit den krebserregenden Schadstoffen gefördert.

Rauchen ist außerdem ein Risikofaktor für das Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch das aufgenommene Nikotin kommt es zur Aktivierung verschiedener Botenstoffe im Körper, die beispielsweise das Auftreten von Bluthochdruck und Schlaganfällen sowie der koronaren Herzkrankheit und der peripheren Verschlusskrankheit fördern.

Die gesundheitlichen Probleme treten mit einer Latenz von ca. 20 Jahren auf und sind abhängig von der Anzahl der gerauchten Zigaretten, der Jahre die geraucht wurden und des Lebensalters, indem mit dem Rauchen begonnen wurde.

Je früher der Rauchverzicht gelingt, desto besser ist dieses für die Gesundheit. Den Entschluss mit dem Rauchen aufzuhören, muss jeder Raucher selbst treffen, damit die Chancen einer erfolgreichen Entwöhnung steigen.

Zur Rauchentwöhnung stehen zwei Methoden zur Verfügung. Entweder ein sofortiger Verzicht von einem Tag auf den anderen (die sog. Punkt-Schluss-Methode) oder eine schrittweise Reduktion der gerauchten Zigaretten pro Tag nach einem festen Schema. Unterstützend zur Rauchentwöhnung kann ein Nikotinersatz oder eine medikamentöse und verhaltenstherapeutische Therapie durch einen Arzt hilfreich sein.

In den ersten Tagen nach dem Rauchverzicht kommt es zunächst zu einer Verschlechterung des Hustens, da die Selbstreinigungskraft der Lunge wieder aktiv wird. Außerdem führt die Rauchentwöhnung bei den meisten zu einer Zunahme des Körpergewichts.

Schafft man es das Rauchen dauerhaft aufzugeben, sinkt bereits nach zwei Jahren das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Nach ca. 15 Jahren sinkt das Risiko für Folgeerkrankungen auf das Risiko eines Nichtrauchers.

Sollten Sie eine Rauchentwöhnung anstreben, steht Ihnen hier ein Patiententagebuch zur Verfügung, in dem Sie die gerauchten Zigaretten pro Tag eintragen können und hoffentlich durch die Dokumentation zum anhaltenden Rauchverzicht motiviert werden.